
Michael Reisinger · Radebeul · Elbland · Seit Jahren symptomfrei
Über mich
Ich habe nicht mit
Pilzen angefangen.
Ich habe mit meiner
Haut angefangen.
Warum ein Bauingenieur aus Radebeul heute mit Gruppen im Wald steht und Baumpilze aufschneidet — und was du davon hast.
Wie das
angefangen hat.
Ich hatte jahrzehntelang Neurodermitis. Wer das kennt, weiss, was das mit einem macht — nicht nur mit der Haut. Man probiert vieles. Und irgendwann probiert man auch das, wovon man vorher nie etwas gehört hat.

Angefangen habe ich, wie fast alle anfangen: mit Chaga. Bestellt, aus Sibirien, teuer, in einer Tüte mit einem Siegel drauf. Beim zweiten Mal habe ich gelesen, an welchem Baum das wächst — und bin am selben Wochenende in den Lössnitzgrund gefahren, um nachzusehen, ob wir hier auch Birken haben. Wir haben ziemlich viele.
Von da an ging es schnell. Erst der Zunderschwamm, den man an fast jedem alten Stamm findet, wenn man ihn einmal gesehen hat. Dann der Birkenporling. Dann die Frage, warum eigentlich niemand darüber spricht, dass diese Dinge hier vor der Haustür wachsen, während der halbe Markt Container aus Asien einfliegen lässt.
Ich bin Bauingenieur. Genau sein und Dinge nachprüfen ist mein Beruf, und genau so bin ich an die Pilze herangegangen: Substrat, Merkmale, Verwechsler, Erntezeit. Keine Esoterik, sondern ein Bestimmungsschlüssel. Aus den Notizen wurde eine Sammlung, aus der Sammlung ein Buch.
Meine Haut ist seit Jahren ruhig. Ich habe in der Zeit vieles verändert, und ich bin kein Arzt — deshalb verspreche ich dir hier auch nichts.
Heute stehe ich mit Gruppen im Wald und zeige Leuten Pilze, an denen sie zwanzig Jahre lang vorbeigelaufen sind. Das ist der beste Teil an der ganzen Sache — dieser Moment, in dem jemand den Kopf hebt und plötzlich vier Konsolen gleichzeitig sieht.
In eigener Sache
„Ich behaupte nicht, dass die Pilze das gemacht haben. Was ich behaupten kann: Ich habe angefangen, hinzusehen — und genau das kann ich weitergeben.“

Zwanzig Jahre bin ich daran vorbeigelaufen. Heute schneide ich davon.
Wildernte · Sachsen · Handschnitt, fernab von Strassen
Wofür ich
stehe.
Vier Punkte, an denen du mich messen kannst.
Einheimisch vor exotisch
Was hier wächst, muss nicht aus Sibirien kommen. Ich arbeite ausschliesslich mit Arten, die du im Umkreis deines Wohnorts findest — weil das ehrlicher, günstiger und ökologisch vernünftiger ist.
Zeigen statt verkaufen
Am liebsten ist mir, wenn nach einer Wanderung jemand sagt: Das finde ich jetzt selbst. Der Shop ist für die, die keine Zeit oder keinen Wald haben — nicht das Ziel.
Keine Heilversprechen
Ich bin kein Arzt und tue auch nicht so. Ich erzähle, was traditionell gemacht wurde und was ich selbst erlebt habe. Alles andere gehört in ärztliche Hände, und das sage ich auch so.
Eigenverantwortung
Ich gebe dir Wissen, keine Anweisungen. Was du damit machst, entscheidest du — aber du sollst wissen, worauf du dich einlässt, bevor du dich einlässt.
Was belegt ist.
Keine Zertifikatswand. Nur das, was tatsächlich da ist.
Weitere Qualifikationen und Nachweise ergänzen wir gern, sobald ihr sie schickt.
Lust, mitzumachen?
Heilpilzwanderung ist bisher eine Ein-Mann-Sache. Es gibt mehr Anfragen als Samstage — deshalb suche ich Leute, die mittragen.
Gästeführung
Du kennst dich mit Pilzen aus, stehst gern vor Gruppen und wohnst im Elbland? Ich zeige dir meine Reviere und meine Art zu führen — danach übernimmst du eigene Termine.
Hilfe bei der Ernte
Schneiden, putzen, trocknen, abfüllen. Wer Freude an Handarbeit im Wald und am Tisch hat, ist willkommen — auch stundenweise.
Kooperationen
Schulen, Vereine, Praxen, Hotels und Naturführer: Wenn ihr etwas gemeinsam machen wollt, schreibt mir. Aus einer Jugend-forscht-Anfrage ist schon eine ganze Arbeit geworden.
Praktikum & Projektarbeit
Für Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Quereinsteiger, die ein Thema rund um Heilpilze, Wildernte oder Nachhaltigkeit bearbeiten wollen.
Vorschlag für eine Mitmach-/Karriereseite — bitte bestätigen oder anpassen, bevor die Seite online geht.

Und jetzt du
Am schnellsten lernst du mich kennen, wenn du mitkommst.
Drei Stunden Wald, eine kleine Gruppe und ein Blick, den du behältst. Sag mir, wann du Zeit hast.
